Montag, 13. Oktober 2008

Noch ein bisschen aus dem Arbeitsalltag

Es heißt immer, der Mensch kann sich an fast alles gewöhnen. Das ist richtig. Vor einem Jahr habe ich mich noch über die Arbeitseinstellung von vielen Indern gewundert. Mittlerweile ist es völlig normal, dass vielfach einfach nur rumgesessen wird. Oder dass 5 Leute das machen, was in Deutschland einer macht.
Zum Beispiel zu fünft auf zwei Leitern. Und ein Supervisor sitzt noch in der Oberleitung und schaut zu.
Ich gebe zu, dieses Foto habe ich nur gemacht, weil ein paar Leute aus Deutschland das so überraschend fanden. Wenn ich so tagtäglich durchs Depot laufe, sehe ich sowas immer wieder. Gewohnheit - schätze ich.

In Deutschland gibt es ein Sprichwort: Säge nicht an dem Ast, auf dem du sitzt. In Indien heißt es wahrscheinlich "Schweiße nicht an dem Träger, auf dem du sitzt" Naja. Mindestens einer hats nicht verstanden. Aber Ok. Was störts mich!?

Wärend in Deutschland an Feiertagen bestenfalls die Tatsache genossen wird, dass man frei hat, werden in Indien Feiertage mit einer großen Ernsthaftigkeit gefeiert. Zugegebenermaßen weiß ich nicht, WAS hier gefeiert wurde,
aber Fakt ist: An diesem Tag danken wir unseren Werkzeugen und geben ihnen frei. Ja. Die Kombizange, der Computer und das Messgerät hatten frei an diesem Tag. Wir nicht. Nur das Werkzeug.
Vor einem Jahr hätte ich mich noch mächtig gewundert, was das soll. Jetzt hab ich einfach ein Messgerät als "christlich" definiert. Dann braucht es keinen Hindu-Segen. Und ich kann meine Arbeit machen.

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